Seit 2007 veranstaltet ING Podiumsdiskussionen mit muslimisch-jüdischen Teilnehmern zu gemeinsamen Interessen und Anliegen der muslimischen und jüdischen Gemeinschaften in den USA. Angesichts der Zunahme islamfeindlicher und antisemitischer Vorfälle in den USA nach der Eskalation der Gewalt in Gaza und Israel im Oktober 2023 haben diese Podiumsdiskussionen eine neue Bedeutung erlangt und sind noch relevanter geworden. Die Teilnehmer diskutieren zwar nicht den Konflikt selbst, aber seine Auswirkungen auf muslimische, arabische, palästinensische, jüdische und israelische Amerikaner.
Mit einem muslimischen und einem jüdischen Referenten beginnt die Podiumsdiskussion mit der Definition von Islamophobie und Antisemitismus und vermittelt so ein grundlegendes Verständnis dieser Formen von Intoleranz. Die Referenten beleuchten deren historische Wurzeln und gängige Stereotype und bieten eine intersektionale Analyse, die aufzeigt, wie diese Vorurteile gemeinsam auftreten können. Persönliche Geschichten von muslimischen und jüdischen Amerikanern bereichern die Diskussion, veranschaulichen die Problematik und fördern Empathie. Dieser Ansatz ermöglicht es den Teilnehmenden, eine persönliche Verbindung herzustellen und die realen Auswirkungen dieser Vorurteile zu verstehen.
Einer der Hauptvorteile dieses Panels sind die vorgestellten, praxisorientierten Strategien zur Bekämpfung von Islamophobie und Antisemitismus. Diese Strategien sind auf verschiedene Institutionen und Zielgruppen zugeschnitten und somit in unterschiedlichen Kontexten anwendbar. Durch die Auseinandersetzung mit zwischenmenschlichen und institutionellen Aspekten zielt das Panel darauf ab, ein inklusiveres und gerechteres Umfeld zu fördern.
Darüber hinaus fördert das Panel den Dialog und das gegenseitige Verständnis, indem es eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen muslimischen und jüdischen Gemeinschaften vorlebt. Dies kann die Teilnehmenden dazu anregen, ähnliche Dialoge in ihren eigenen Institutionen zu führen und so gegenseitigen Respekt und Verständnis zu stärken.
Insgesamt klärt diese Podiumsdiskussion die Teilnehmer nicht nur über die Komplexität von Islamophobie und Antisemitismus auf, sondern befähigt sie auch, sinnvolle Maßnahmen gegen diese Vorurteile zu ergreifen.